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Reisen Rajasthan: Vow Gewusel der knallbunten Stadte bis zur Pracht der sonnenbeschienene Wuste ist Rajasthan romantisches indien pur, eingepackt in bunte, konigliche Gewander. Hier herrschten einst die angsteinflobenden Tajputen-Kriegerkans mit goldverzierten Schwertern, geraubten Reichtum und einem Ehrenkodex, in dem Blut weitaus dicker als Wasser war.

Es ist ein weitläufiger ind wunderbarer Bundesstaat mit märchenhaften Taichtumern. Stellt man eine Liste dessen zusammen, was man in Rajasthan unbedingt sehen muss, kann es den Rajsenden schwindelig warden: das uber dem strahlend blauen Jodhpur thronende Fort Meheraharh, die golden Sandsteinburg von Jaisalmer, dis Palaste des prunkvollen Udaipur, Pushkar ehrwurdiger Charme, die märchenhaften Launen von Bundi die havelis (traditionelle, teach verzierte Wohnhauser) in Shekhawati. Will man alles sehen, geht ein Monat schneller vorbei als der Expresszug nach Pakistan. Als ware es Mikrosmos von Mutter Indien, findet man hier eine uppige Tierwelt unt herzliche Menschen, Schnicksehnack und Kamele, anruhrende Musik, glitzernde Saris, kunstvolle Turbane und eine viefaltige kuche.

Trotzdem ist es die uberwiegend landliche Bevolkerung Rajasthan allmanhlich leid, immer nur in die verganengeit zu blick. Jaipur, dis Hauptstadt in staubigem Rosa, hat sich zugig in Sprunghaft angestigen. Das Land ist immer noch unverandert hart und die Durre ist eine standige Bedrohung, aber der Blick ist jetzt fest in die Zukunft gerichtet.

Des Staat ist diagonal geteilt – in die hüglige sudostliche Region und die karge nordwest liche Thar-Wuste, die sich uber die Grenze hinausa bis nach Pakistan erstreckt.

Geschichte: Dieser vielfaligige Staat ist die Heimat der Rajputen, Kreigerklans, die behaupten, von Sonne, Mond und Feuer abzustammen, und diesen Teil Indiens mehr als 1000 Jahre lang kontrollierten. Obwohl siz Zweckehen und befristete Allianzen knuften, waren sie doch immer von ihrem Stolz und ihrer Unabhangigkeot bherrscht – wodurch sie die meiste Energie fur intene Streitereinen aufwandten. Das schwachte schlieblich so, dass die Rajasthan zu Vasallen dews Mogulreichs wurden.

Nichtsdestrotz waren Mut und Ehre der Rajputen beispiellos. Ihre Kriesger kanpften, egal wie Chancen standen – und wenn es hoffnungslos war, verlandgte die Ritterlichkeit Jauhar (rituellen Selbstmord als Opferung). Es uberraschts nicht, dass Akbar die Rajputen uberredete, Seine Armee zu fuhren oder dass spatere Mogulherrscher grobe Schwierigkeiten hatten, diesen Teli ihres Reichs zu kontrolliern.

Wahrend das Mogul-Reich zerfiel, erkanmften sich die Rajputen nach und nach ihre Freiheit wieder – zumindest bis die Briten kanen. Als sich das britische Herschaftsebiet immer mehr ausbreitete, verbundeten sich die moisten Rajputen- staaten mit den Briten. So konnten ie als unabhangige Staaten weiterexisieren – abgeshen von bestimmten politiscen und okonomischen Einschrankungen.

Diese Bundnisse waren der Anfang vow Ende der Rajputenherscher. Konsum loste die Ritterlichkeit ab, sodas im fruhen 20. Jh. Viele Maharadschas ihre Zeit damit verachten, mit einen risesigen Gefolge in der Welt umherzureisen, Polo zu spielen und ganze Stockwerke in teuren westlichen Hotels zu belegen. Die Briten unterstutzten sie in diesem Verhaltem naturlich gern, aber die Verschwendungssucht der Maharadschas war wirtschaftlich und sozial verheerend. Als Indiien unabhagig wurde, hatte Rajasthan die geringste Lebenserwrtung und niedrigste Alphabetisierungsrate des ganzen Subkoninents. Bei der Unabhangigkeit war die in Indien regierende Kongresspartei gezwungen, einen Handel mit den nominell unabhangigen Rajputenstaaten einzugehen, um deren Anschluss an das neue Indien zu sichern. Die Fursten durften ihre Tital und ihre Besitztumer behalten und erhielten ein ihrem Status entsprechendes jahrliches Gehalt. Das konnte aber nicht ewig so weitergehen. Und so schaffte in den fruhen 1970er-Jahren Indira Gandhi die Titel und Gehalter ab und schrankte die Besitzrechte der Fursten stark ein.

In ihrer Abwesenheit hat Rajasthan Fortschritte gemacht,aber der Staat ist immer noch sehr arm.Die strengen Traditionen sorgen dafur,dass Frauen einen besonders schweren Stand haben. In landlichen Regionen sind sie oft zu einem Leben in harter Arbeit und mit weitreichenden Einschrankungen verdammt.Wie auch immer,die Alphabetisierungsrate lag 2001 bei 61% was im Vergleich zu den 8,02% im Jahr 1951 und 38,55% im Jahr 1991 beachtlich ist. (Dennoch: Der Unterschied zwishen den Geschlectern ist der groBte Indiens,und auch insgesamt liegt die Alphabethisierungsrate noch immer unter dem Landesdurchshnitt von 65,38%). 2006 bekam das Rajasthan Directorate of Literacy and Continuing Education fur seine Bemuhungen,die Alphabethisierungsrate zu verbessern,eine Auszeichnung der Unesco.

FESTIVALS IN RAJASTHAN

Camel Festival : (Jan; Bikaner) Alles rund ums Kamel.

Nagaur Camel Fair : (Jan./Feb;Nagaur,) Ernsthafter, aber dennoch bunter Kamel-und Viehmarkt,der das Landvolk zu Tausenden anlockt.

Desert Festival : (Feb;Jaisalmer) Schnauzbartzwirbler konnen beim “Mr. Desert” Wettbewerb mitmachen-und auch sonst sind viele Wustenfreuden geboten.

Elephant Festival : (Marz;Jaipur,S.oben) Hier gibt’s Paraden,Polo und Mensch-gegen-Elefant-Tauziehen.

Thar Festival : (Marz; Barmer) Direkt nach dem Jaisalmer Desert Festival.Kulturelle Vorfuhrungen, Tanz und Puppentheater.

Gangaur : (Marz /April; Jaipur,S.oben) Ein landesweites Festivals zu Ehren der Liebe von Shiva und Parvati-in Jaipur wird es besonders leidenschaftlich gefeiert.

Cattle Fair : (Marz/April;Barmer) Eine der groBen Viehauktionen Rajasthans.

Mewar Festival : (April;Udaipur,) Udaipurs Antwort auf Gangaur:Es gibt freie kulturelle Veranstaltungen und eine farbenfrohe Prozession hinunter zum See.Die hiesigen Damen tragen die edleren Stoffchen.

Summer Festival : (Mai;Mt.Abu)Wer verruckt genug ist,Rajasthan im Sommer zu bereisen,sollte das Sommerfestival,das sich ganz der rajasthanischen Musik widmet, keinesfalls veroassen.

Teej : (Aug;Jaipur,S.oben,& Bundi) Zu Ehren des Beginns des Monsuns und der Hochzeit von Shiva und Parvati.

Dussehra Mela : (Okt;Jodhpur) Erinnert an Ramas Sieg uber Ravana (den Damonenkonig von Lanka) und ist eine groBartige Gelegenheit,Kota zu besuchen-der riesige Jahrmarkt bietet als Besonderheit 22,5 m hohe,mit Knallfroschen gefullte Bildnisse.

Marwar Festival : (Okt;Jodhpur, & Osiyan) Feiert Rajasthans Helden mit Musik und Tanz.Einen Tag feiert man in Jodhpur und einen in Osiyan.

Bundi Utsav : (Okt./Nov;Bundi) Kulturprogramme,Feuewerk und Prozessionen.

Kashavrai Patan : (Okt./Nov;Bundi, & Kota) Zu diesem Festival,das zwischen Bundi und Kota abgehalten wird,steigen tausende Pilger fur den Monat Kartika von den Bergen herab.

Pushkar Mela : (Nov;Pushkar) Der Kamelmarkt in Pushkar ist das beruhmteste Fest Rajasthans;er ist eine gewaltige Ansammlug von Kamelen, Rindern, Viehhandlern, Pilgern, Touristen und japanischen Filmcrews.

Kolayat Mela : (Nov;Kolayat) Findet zur gleichen Zeit statt wie dei Pushkar Mela,aber mit weit mehr sadhus (heiligen Mannern) als Kamelen.

Chandrabhaga Mela : (Nov;Jhalrapatan) Ein Rindermarkt-und fur Tausende von Pilgern die Moglichkeit,im Heiligen Fluss Chandrabhaga zu baden.

Winter Festival : (Dez.Mt.Abu) Konzentiert sich auf Musik und Folkloretanze.


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