CHITTORGARH : Die Festung von Chittorgarh (bekannt als Chittor) ist die groBte in Rajasthan und ein guter Grund, seine Route gegebenenfalls zu anderen. Die Stadt selbst ist unspektakular, der 283 ha groBe Bau auf einem Berg aber scheint wie geschaffen, um als Kulisse fur einen Historienflim zu dienen. Schauspieler gibt es hier jedoch keine, dafur eine Reihe von imponierenden Palasten, Toren, Tempeln und dem verbluffenden Jaya Stambha.

Chittor erwies sich als erstaunlich verwundbar - bei drei Belagerungen der Festung zogen die Soldaten den Tod der Entehrung vor. Die romantischen Rajputen zogen gelbe Gewander an, verlieBen Chittor, um dem Feind anzugreifen und uberlieBen ihre Familien den Scheiterhaufen. Ob das Schicksal Chittors anders verlaufen ware, wenn sich die Manner hinter den hohen Steinwallen der Festung verschanzt hatten, diskutieren Wissenschaftler (und Filmproduzenten) immer wieder.

Chittor ist ein gutes Ziel fur einen Tagesausflug von Udaipur oder Bundi aus.

Geschichte : Chittor wird im Mahabharata erwahnt : Bhim, einer der Pandava-Helden, schlug hier so fest auf den Boden, dass Wasser ausstromte und einen groBen See bildete. Das Fort stammt jedoch aus dem 8. Jh. und wurde von Bappa Rawal von Sisodia gegrundet. Chittors erste Niederlage ereignete sich 1303, als Ala-uddin Khilji, der Sultan von Delhi, das Fort belagerte - offenbar um die schone Padmini, die Frau des Onkels des Ranas (Konigs), Bhim Sing, gefangen zu nehmen. Als die Niederlage nicht mehr abzuwenden war, ritten die Manner aus, um zu sterben, wahrend die rajputischen Edelfrauen, darunter Padmini, jauher begingen.

RANA KUMBHA PALACE : Wenn man das Fort betritt und sich nach rechts wendet, kommt man zu den Ruinen dieses Palastes, zu dem auch Elefanten-und Pferdestalle und ein Shiva-Tempel gehoren. Der jauhar Padminis soll in einem inzwischen verschlossenen Keller erfolgt sein. Gegenuber des Palasts sind das Museum, das archaologische Buro und das Schatzhaus (Nau Lakha Bhandar) zu finden. In der Nahe befindet sich der Singa-Chowri-Tempel.

NOCH MEHR SEHENSWERTES : Nahe des Kirti Stambha steht der Meera-Tempel, der wahrend der Herrschaft von Rana Kumbha im reich verzierten indo-arischen Stil erbaut wurde und mit der mystischen Dichterin Meerabai in Verbindung gebracht wird - sie nahm Gift zu sich, das ihr von einem Feind geschickt wurde, uberlebte aber dank des Segens Krishnas. Der groBere Tempel auf demselben Gelande ist der Kumbha-Shyam-Tempel (Tempel von Varah).

Padmini's Palast gegenuber liegt der Kalika-Mata-Tempel, ein Sonnentempel aus dem 8. Jh., der wahrend des ersten Angriffs auf Chittor beschadigt und im 14. Jh. in einen der Gottin Kali geweihten Tempel umgewandelt wurde. Am Nordende des Forts gibt's ein weiteres Tor, das Lokhota Bari, wahrend sich am Sudende nur eine schmale Offnung befindet, durch die man Verbrecher in den Abgrund warf.


 


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