RISHIKESH  : Seit die Beatles Ende der 1960er-Jahre im Ashram des Maharishi Mahesh Yogi gerockt haben, zieht es Menschen nach Rishikesh, die nach spiritueller Erfahrung suchen. Heute bezichnet sich Rishikesh selbst als Yogawelthauptstadt-vielleicht nicht ganz zu Unrecht, weil es hier massenhaft Ashrams und alle moglichen Arten von Yoga-und Meditationsunterricht gibt. Die Meditationszentren bundeln sich nordlich der Stadt, wo ihre exquisite Lage am Ufer des Ganges, umgeben von bewaldeten Hugeln, zu Meditation und Bewusstseinserweiterung einladt. Abends weht eine Brise durch das Tal, die Tempelglocken lauten und die Sadhus ( spirituelle Manner), Pilger und Touristen bereiten sich auf die abendliche ganga-aarti-Zeremonie vor.

In Rishikesh ist New Age angesagt: Auf dem Hoteldach kann man Sitar-oder Tabla -Unterricht nehmen, oder man probiert Lachyoga, praktiziert Summ-oder Gongmeditation, erlebt Kristallheilung und alle Stufen der Massage, singt Mantras oder hort spirituell erhebende CDs, wahrend man ein vegetarisches Mahl mit Ayurvedatee genieBt.

Aber nicht alles ist spirituell. Rishikesh ist mittlerweile ein beliebtes Zentrum fur Wildwasserraftings und Backpackertum und auBerdem eine Ausgangsstation fur Treks in den Himalaja.

Orientierung : Rishikesh besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen: aus der uberfullten, hasslichen Innenstadt (Rishikesh Town) mit Bahnhof, Bushaltestellen und Triveni Ghat und aus den Siedlungen rund um die Brucken Ram Jhula und Lakshman Jhula 2 km flussaufwarts, in denen sich die meisten Unterkunfte, Ashrams, Restaurants und Reisenden befinden. Die beiden jhula (Hangebrucken) uber den Fluss sind FuBgangern vorbehalten. Der Swarg Ashram am Ostufer ist das autofreie  spirituelle Zentrum von Rishikesh, wahrend das westlich der Lakshman Jhula gelegene High Bank eine bei Backpackern beliebte Enklave ist.

LAKSHMAN JHULA & UMGEBUNG  : Das Aushangeschild von Rishikesh ist die Aussicht uber die Hangebrucke Lakshman Jhula auf die riesigen, 13-stockigen Stufentempel Swarg Niwas und Shri Trayanbakshwar. Sie wurden von der Organisation des Gurus Kailashanand erbaut und erinnern an Marchenschlosser. Auf jeder Ebene befinden sich Dutzende von Schreinen fur hinduistische Gotter, zwischen denen Schmuckund Textilladen mit spirituellem Kommerz locken. Die Tempel kann man von der Brucke aus besonders gut zum Sonnenuntergang fotografieren. Morgens und abends hort man das Glockenlauten und den Gesang der Glaubigen. Auf beiden Seiten des Flusses reihen sich Restaurants und Herbergen aneinander. In den letzten Jahren hat sich die Gegend zur belebtesten im oberen Rishikesh entwickelt.

UTTARKASHI : Uttarkashi liegt 155 km von Rishikesh entfernt und ist die groBte Stadt im nordlichen Garwhal. Uttarkashi ist eine wichtige Zwischenstation auf dem Weg zum Gangotri-Tempel und zum Gaumukh-Gletscher-Trek. Hier kann man Station machen und auf dem Markt seine Vorrate auffullen. AuBerdem konnen Bergfuhrer und Trager engagiert werden.

JOSHIMATH : Die Stadt ist von Rishikesh aus uber eine BergstraBe zu erreichen, bei der sich einem die Nackenhaare aufstellen, weil man wahrend der letzten paar Stunden buchstablich am Rand des Abgrunds fahrt. Joshimath ist ziemlich heruntergekommen und hat zwei StraBen-hauptsachlich dient es als Tor zum Skigebiet von Auli, zum Badrinath-Tempel und zu Wanderungen ins Vally of Flowers, nach Hem Kund und zum Kuari-Pass. Deshalb ist der Ort gleichermaBen Ziel von Hindu-und Sikh-Pilgern und Wanderern.

Joshimath ist ein hassliches Verwaltungszentrum mit rostigen Dachern, unzuverlassiger Stromversorgung und nur wenigen Lokkalen, aber es ist eine gute Ausgangsstation fur einige der besten Treks von Uttarakhand. Auli -das spektakulare Ausblicke auf den Nanda Devi bietet-liegt direkt oberhalb von Joshimath und ist uber eine 4 km lange Seibahn zu erreichen.


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