HARIDWAR : Haridwar (auch Hardwar genannt) liegt verheiBungsvoll an der Stelle, an der der Ganges den Himalaja verlasst. GroBe Pilgerscharen kommen in die heiligste Hindu-Stadt von Uttarakhand, um im oft schnell flieBenden Ganges zu baden. Die bloBe Anzahl von Menschen, die sich um Har-ki-Pairi Ghat versammeln, lassen Haridwar chaotisch, aber ehrwurdig erscheinen-wie in Varanasi kann man sic him spirituellen Aufruhr leicht verlieren. In der spirituellen Landschaft Indiens nimmt Haridwar eine weitaus bedeutendere Position ein als Rishikesh, das eine Stunde in Richtung Norden liegt. Jeden Abend wird der Fluss durch schwimmende Opfergaben mit Kerzen erleuchtet.

Die Stadt ist mit beeindruckenden alten und neuen Tempeln, dharamsalas ( Rasthausern fur Pilger) und Ashrams ubersat, von denen manche so groB sind wie ein kleines Dorf. Die fur ayurvedische Medizin bekannte Stadt ist relativ stressfrei. Sie ist auch Ausgangsbasis fur Besuche des nahe gelegenen Rajaji National Park.

Wahrend der yatra-Saison zwischen April und November wird Haridwar ziemlich voll, aber das groBte Event in der Stadt ist die Magh Mela im Januar oder Februar, das sich alle sechs Jahre in die noch groBere Ardh Magh Mela verwandelt. Zur alle zwolf Jahre stattfindenden gigantischen Kumbh Mela ( die nachste in Haridwar ist 2010) stromen Millionen Pilger herbei.

Orientierung : Die HauptstraBe von Haridwar ist die Railway Rd, die im Norden in die Upper Rd ubergeht und parallel zum Ganges-Kanal verlauft ( der eigentliche Fluss ist weiter im Osten ). Zwischen der Laltarao-Brucke und Bhimgoda Jhula (Brucke) durfen eigentlich nur Fahrradrikschas verkehren. Deshalb fahren Kraftfahrzeuge am anderen Flussufer. Die Gassen des Bara Bazaar erstrecken sich sudlich des Har-Ki-Pairi Ghat.

HAR-KI-PAIRI GHAT : Har-ki-Pairi (Der FuBabdruck Gottes) : Hier soll Vishnu einen Tropfen Himmelsnektar und einen FuBabdruck hinterlassen haben. Deshalb ist dieser Ort Hindus sehr heilig: Sie glauben, dass man hier seine Sunden abwaschen kann. Die Pilger baden in der oft reiBenden Stromung und spenden Geld fur die Priester und Schreine.

Das Ghat liegt am Westufer des Ganges-Kanals. Allabendlich versammeln sich Hunderte Glaubige zum ganga aarti (Verehrung des Flusses). Offizielle in blauer Uniform sammeln Spenden (und geben dafur Quittungen) und wenn die Sonne untergeht, erklingen rhythmisch Glocken. Fackeln werden entzundet und Binsenkorbe mit Blutenblattern, auf denen eine brennende Kerze steht, treiben den Strom hinab.


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