UJJAIN : Auf den ersten Blick wirkt Ujjain wie ein gewohnlicher Vorort von Indore: Die sadhus (heilige Manner) auf den Burgersteigen scheinen die einzigen Farbtupfen in einer ansonsten gesichtslosen Stadt zu sein.Wer wissen mochte,was sie hierher vershlagen hat, muss sich nur einmal in der Abenddammerung zu einer Chai-Bude an den Ghats begeben.Gemeinsam klatschen die Gaste zum Takt der Musik, die uber das Wasser heruberschallt.Ujjains Tempel spruhen nur so vor Energie-sie sind fur Hindus von groBer Bedeutung.Vielleicht liegt's auch am nordlichen Wendekreis, der mitten durch die Stadt verlauft.

Ujjain zahlt zu Indiens heiligen KumbhMela-Statten.Wahrend der Feierlichkeiten nehmen Milionen von Pilgern ein Bad im Shipra.Das religiose Fest findet hier alle zwolf Jahre statt.Wer das nachste Mal im Jahr 2016 mit dabei sein mochten, kann, ja sollte bereits jetzt ein Zimmer buchen.

Geschichte : Das an einer alten Handelsroute gelegene Ujjain hat eine bewegte Geschichte, deren Ursprung im Lauf der Zeit verloren gegangen ist.Ujjain, das fruher Avantika hieB,steig unter Ashokas Vater zu bedeutender GroBe auf.Spater beschloss Chandragupta II.(380-414), seinen Regierungssitz von der Hauptstadt Pataliputra hierher zu verlegen.

Mit dem Niedergang der Guptas und dem Aufstieg der Parmaras fand sich Ujjain im Mittelpunkt des Kampfs um Malwa wieder, bevor es dann schlieBlich dem Mandu-Sul-tanat in die Hande fiel.

Nach dem Untergang der Moguln lieB Maharadscha Jai Singh von Jaipur,der neue Gouverneur von Malwa,ein Observatorium und eine Reihe von Tempeln bauen.Nach seinem Tod kam es unter den Marathen zu erneuten Kampfen,bis schliBlich 1750 die Scindias die neuen Herrshcer wurden.Als diese 1810 ihre Hauptstadt nach Gwalior verlegten,verlor Ujjain jedoch rasch an Bedeutung.


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