Aurangabad  Mumbai  Nasik
     
 Nagpur  Ratnagiri  
     
     

Maharashtra

Das riesige Maharashtra, das die zweitgroBte Bevolkerungszahl Indiens hat, erstreckt sich von der uppig grunen, wenig bekannten Konkankuste bis in das gluhendheiBe, ausgetrocknete Zentrum des Subkontinents. In diesem gewaltigen Rahmen sind alle Sehenswurdigkeiten, alle Geruche, Geschmacker und Erfahrungen versammelt, die Indien zu bieten hat.

Im Norden liegt Nasik, eine Stadt der knalligen Farben, der zeitlosen Rituale und der Hindu-Legenden. Im Suden steht man in Pune dem modernen Indian gegenuber -in einer Stadt, die fur ihren Sex-Guru genauso bekannt ist wie fur ihre Bars und Restaurants. Noch weiter sudlich bieten die alten Maharadschapalaste, Ringergruben und hinreiBenden Tempel von Kolhapur eine der besten Einfuhrung in indische Lebensart, die uberhaupt denkbar ist.Ganz im fernen Osten des Staats, auf Nagpur zu, konnen sich Abenteuerlustige auf die Suche nach Tigern machen, die versteckt in Nationalparks leben. An der Kuste finden sich einige wenig besuchte Strande und verfallende Festungen. Hier lassen sich die Tropentraume von Goa auch mit weniger Geld verwirklichen.Wenn sich der Morgennebel in den Hugeln der Western Ghats, lichtet, entdeckt man uberwaltigende Aussischtsmoglichkeiten und Hill Stations mit kolonialem Flair. Doch der wirkliche Glanzpunkt ist das Zentrum des Staats-ein Schatzhaus mit Wunderwerken der Architektur und Kunst, allen voran die zum Weltkulturerbe erklarten Hohlentempel von Ellora und Ajanta. Wie man's nimmt, Maharashtra ist eine der lebendigsten und lohnendsten Ecken Indiens, trotzdem legen die meisten Traveller hier nur einen kurzen. Bildungsstopp in Ellora und Ajanta ein und verschwinden dann anderswohin. Ein groBer Teil dieses vielfaltigen Staates bleibt also Entdeckungslustigen vorbehalten.

Geschichte: Mit einer relativ kleinen Armee schuf sich der Marathen-Herrscher Shivaji ( 1627-80) eine Basis in Pune und spater in Raigad, von wo aus er den Dekkan kontrollierte und wahrend seiner Herrschaft mehr als 300 Festungen eroberte. Shivaji wird heute noch hoch verehrt, weil er den Menschen der Region Selbstbewusstsein und Unabhangigkeitssinn gab.

Ab dem fruhen 18.Jh. geriet das Marathen-Reich unter die Kontrolle der Peshwas, die die Macht bis 1819 behaupteten, als die Briten sie nach vielen Rangeleien schlieBlich zuruckdrangten.

Nach der Unabhangigkeit wurden das westliche Maharashtra und Gujarat zum Bundesstaat Bombay zusammengelegt. Der heutige Staat mit der Hauptstadt Mumbai (Bombay) wurde aber erst 1960 geschaffen, als die Marathi-und Gujarat-sprechenden Gebiete wieder aufgeteilt wurden.Gegenwartig regiert hier eine Koalition aus Kongresspartei und NCP.


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