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Karnataka : Wer etwas Abwechslung in seinen Reisealltag bringen will, ist in Karnataka richtig.Hauptstadt und Tor des Bundestaats ist das IT-Kraftwerk von Bengaluru.Die moderne,dynamische Stadt versteht vor allem mit ihren Restaruants und Laden zu punkten.Das restliche Karnataka bietet Perlen antiker Architekur im Uberfluss-so etwas die Monumente von Hampi und Pattadakal,die auf der Liste des Weltkulturerbes stehen.Nehezu unberuhrte Strande und andachtige Tempelstadte sprenkeln die ruhige,tropischen Kuste von Karnataka.Und im kuhlen Hochland von Kodagu kann man durch uppige Kaffee-und Gewurzplantagen auf Pfaden wandern,die von Elefanten flach getrampelt wurden.
Elefanten, prachtig-glitzend geschmuckt,sind auch die Stars bei den Dussarah-Feierlich-keiten in Mysore,der Konigsstadt,die als Juwel in Karnatakas Krone gelten darf.Sie ist nicht nur Heimat eines spektakularen Palasts und eines stimmungsvollen Markts,sondern zugleich ein international anerkanntes Yogazentrum.Gleich in der Nahe finden sich die herrlichen Tempel von Hoysala und die grandiosen jainistischen Skulpturen von Gomateshvara,ganz zu schweigen von den Oasen fur Flora und Fauna in Bandipur und dem Nagarhole National Park.Beide gehoren zum Nilgiri Biosphere Reserve und sind Lebensraum der selten zu sehenden Tiger.
Am besten bereist man Karnataka von Oktober bis Marz.Dann peitscht der Monsunregen nicht mehr so stark an die Kuste,wahrend im nordlichen Inland (z.B.in Bajapur mit seiner wunderschonen islamischen Architektur) die Hitze etwas abflaut.Doch auch wenn schneebedeckte Berge das Einzige sind,das es in Karnataka nicht gibt,sollte man ein paar warme Klamotten einpacken,umin Bengaluru von kuhleren Wintertagen nicht uberrascht zu werden.
Geschichte : In Karnataka gab es viele Religionen, Kulturen und Konigreiche-von Indiens erstem groBem Herrscher Chandragupta Maurya,der sich,nachdem er sich dem Jainismus zugewandt hatte,im 3. Jh.v. Chr.nach Sravanabelagola zuruckzog,bis zu Tipu Sultan,der sich gegen die Kolonialbestrebungen des Britischen Empires auflehnte.
Im 6.Jh. bauten die Chalukyas einige der ersten Hindu-Tempel in der Nahe von Badami.Dynastien wie die Cholas und Gangas spielten eine wichtige Rolle in der Geschichte der Region,aber erst die Hoysalas hinterliBen mit ihren architekonisch meisterhaften Tempeln in Somnathpur, Halebid und Belur einen bleibenden Eindruck.
1327 plunderte die muslimische Armee von Mohammed von Tughluk die Hoysala-Haupstadt Halebid,doch schon 1346 wurde die Stadt Teil des Hindu-Reichs Vijaynagar.Das Reich mit seiner Hauptstadt Hampi erreichte den Hohepunkt seiner Macht Anfang der 1550er-Jahre,1565 fiel es jedoch an die Dekkan-Sultanate.Damals steig Bijapur zur wichtigsten Stadt der Region auf.
Mit dem Niedergang der Vijayanagar-Herrscher gewannen die hinduistischen Wodejar,die ehemaligen Herrscher uber den Staat Mysore,schnell an Macht.Von ihrer Hauptstadt Srirangapatnam aus erweiterten sie ihre Herrschaft uber einen groBen Teil Sudindiens.Ihre Macht blieb lange unangefochten-bis sie schlieBlich 1761 Hyder Ali,einer ihrer Generale,vom Throm stieB.Hyder Ali und sein beruhmter Sohn,Tipu Sultan,wurden in ihren Bemuhungen,ihre Macht zu festigen,von den Franzosen unterstuzt.Im Gegenzug verlangten diese deren Hilfe im Kampf gegen die Briten.1799 jedoch besiegten die Briten Tipu Sultan, nahmen einen Teil seines Konigreichs ein und setzten die Wodejars wieder auf den Thron von Mysore.Das war der eigentliche Startschuss fur die britische Expansion in Sudindien.
Die Wodejars installierten in Mysore eine aufgeklarte Herrschaft, die bis zur Unabhangigkeit Indiens bestand.Der Maharadscha wurde der erste Gouverneur des neuen indischen Bundesstaats.Als 1956 die Staatsgrenzen anhand von sprachlichen Kriterien neu gezogen wurden,entstand der erweiterte Bundesstaat Mysore mit seinen Kannada sprechenden Bewohnern.1972 wurde der Staat in Karnataka umbenannt.Hauptstadt ist Bengaluru,das bis 2006 den Namen Bangalore trug.Etwa 66% der Bevolkerung sprechen Kannada als Hauptsprache,andere wichtige Sprachen sind Urdu (10%) und Telugu(7,4%).
