Ananthapur  Hyderabad  Machilipatnam
     
 Tirupati  Vishakhapatnam  Warangal
     
     

Andhra Pradesh: Lasst man die Abermilionen Pilger auBer Acht, verirren sich wenige nach Andhra Pradesh. Dennoch: Andhra hat Charme, friedvolle Traditionen und eine lange Geschichte geistlicher Gelehrsamkeit und religloser Harmonie. Wer in die Altstadt von Hyderabad hineinschnuppert, wird kaum glauben, dass 95% der Bevolkerung des Bundesstaats Hindus sind: lslamische Denkmaler und der Ruf des Muezzin sind hier prasenter als Bilder von Ganesha. Von der reichen islamischen Geschichte Hyderabads kunden riesige Moscheen, uppige Palaste und die herrschaftlichen Qutab-Shahi-Grabmaler, mit etwas leiseren Tonen auch die winzige Wendeltreppe im Charminar und das durch die Luft schwirrende Urdu.

Im Norden der Stadt deutet eine 17,5 m hohe Buddha-Statue auf eine andere Facette der Geschichte Andhra shin: Ab dem 3. Jh. v. Chr. befand sich in der Region mehrere Jahrhunderte lang ein internationals buddhistisches Geisteszentrum. In Andhra wurde das Dharma von der Zeit Buddhas an praktiziert ( Geruchten zufolge soll der er das Land sogar einmal besucht haben). Heute trotzen die im ganzen Staat verstreuten Ruinen der Stupas und Kloster der Unbestandigkeit der Lehre, besonders in Amaravathi und Nagarjunakonda.

Hier zu reisen, ist wie eine Schatzusche: Die Juwelen mussen verdient werden. Die Atemberaubenden Eastern Ghats bei Visakhapatnam tun sich einem erst nach stundenlanger Fahrt mit der Breitspurbahn auf. Ein Marsch durch das Labyrinth von Sri Kalahasti wird mit der Entdeckung einer Familienwerkstatt belohnt, die voller exquisiter tradtioneller Malereien ist. Und besonders viel Geduld erfordert der Weg durch das heilige Tirumala, bis man einen Blick auf Sri Venkateshvara erhascht, der einem mit etwas Gluck einen Wunsch erfullt.

Geschichte: Ab dem 2. Jh. v. Chr. herrschte die Satavahana-Dynastie- auch unter der Bezeichnung Andhras bekannt - uber das Dekkan-Plateau. Hervorgegangen war die Dynastie aus dem Volk der Andhras, die in Sudindien moglicherweise schon um 1000 v. Chr. siedelten. Buddhistisches Gedankengut hat hier schon zur Zeit des Erleuchteten Wurzeln geschlagen, sodass schlieBlich im 3.Jh. v. Chr. die Andhras bereitwillig den buddhistischen Glauben annahmen und riesige Bauerke zu Ehren ihres Religionsstifters errichteten. In den folgenden Jahrhunderten brachten es die Andhras zu einer bluhenden Zivilisation, deren Einfluss sich in ganz Sudindien ausdehnte.

Zwischen dem 7. und 10 Jh. herrschten in der Region des heutigen Andhra Pradeshs die Chalukyas, die besonders an der Kuste den drawidischen Architekturstil einfuhrten. Im 11.Jh. verschmolzen die Chalukya und Chola-Dynastien miteinander, um dann von den Kakatiyas zu Fall gebracht zu werden, die die sudindische Sakralarchitektur durch Saulentempel erganzten. Der Herrschaft der Kakatiyas folgte dann die der Vijayanagars, die eines der machtigsten Reiche Indiens errichteten.

Bis zum 16. Jh. wurde Hyderabad von der islamischen Qutab-Shahi-Dynastie beherrscht. 1687 musste diese dem Reich des GroBmoguls Aurangzeb weichen. Im 18. Jh.. konnten die den Moguln folgenden Herrscher, die Nizams, Hyderabad in einer Zeit, in der Briten und Franzosen um den Handel wetteiferten, mehr oder weniger kontrollieren, doch ihr Einfluss wurde immer schwacher. 1947 wurde die Region Teil des unabhangigen Indiens. Und 1956 entstand dann der Staat Andhra Pradesh als Zusammenschluss der telugusprachigen Gebiete und der urdusprachigen Hauptstadt.

FESTIVALS IN ANDHRA PRADESH

Sankranti :
Das wichtige Telugu-Festival markiert das Ende der Erntesaison. Drachenflugwettbewerbe finden statt, Frauen dekorieren Hauseingange mit bunten kolams ( oder rangolis-Reismehlmalereien), Manner schmucken das Vieh mit Glocken und verpassen deren Hornern frische Farbe.

Industrial Exhibtion : Eine groBe Messe mit Handlern aus ganz Indien, die ihre Waren ausstellen; sie wird begleitet von einem bunten, betriebsamen Jahrmarkt.

Deccan Festival : Ehrt die Kultur Dekkans. Mit mushairas ( Dichterlesungen ) in Urdu, qawwali und anderen lokalen Musik-und Tanzdarbietungen.

Shivaratri : An Neumond wird die ganze Nacht lang zu Ehren Shivas gesungen, gebetet und gefastet. Pilger fallen in Scharen in die Shiva-Tempel in Sri Kalahasti, Amaravathi und Lepakshi ein.

Muharram : Das muslimische Muharram-Fest erinnert an das Martyrertum des Enkels Mohammeds. Es dauert in Huyerabad 14 Tage. Die Schiiten tragen schwarze Trauergewander und in der Mecca Masjid versammeln sich riesige Menschenmengen.

Ugadi : Das Telugu-Neujahrsfest wird mit pujas Mangoblattgirlanden an den Turen sowie SuBigkeiten und speziellen Speisen gefeiert.

Mahankali Jatra : Ein Fest zu Ehren von Kali; mit farbenprachtigen Prozessionen, in denen die Anhanger der Gottin bonalu darbringen. Wahrend dieser Zeit ist im Mahankali-Tempel in Secunderabad der Teufel los.

Mrigasira : Auch bekannt als Mrugam. Markiert mit einem groBen Fischessen den Beginn des Monsuns.Faszinierend ist dabei die medizinische Behandlung von Tausenden von Asthmakranken. Zu der mehr als 150 Jahre alten Behandlungsmethode gehort das Verspeisen lebender Fische, die ein Krauterheilmittel geschluckt haben. Das Heilmittel soll von einem Weisen an die Ahnen der Arzte, die es verabreichen, weitergegeben worden sein.

Batakamma : Frauen und Madchen im Norden des Landes feiern die Weiblichkeit. Zum Fest gehoren Tanz und Festtagsschmaus. Die Gottin Batakamma wird mit aufwendigem Blumenschmuck geehrt, den Frauen kreieren und auf dem Fluss schwimmen lassen.

Brahmotsavam : Von Brahma selbst initiiert. Ein neuntagiges Fest, bei dem der Venkateshvara-Tempel geschmuckt wird. Spezielle pujas werden zelebriert und bunte Wagen durch die StraBen gezogen, Es heiBt, dass dies eine gunstige Zeit fur ein darshan sei.

Pandit Motiram-Maniram Sangeet Samaroh : Ein viertagiges Hindustani-Musik-festival, ebnannt nach Andhra dauert drei Tage.

Lumbini Festival : Das Fest zu Ehren des buddhistischen Erbes von Andhra dauert drei Tage.

Visakha Utsav : Ein unterhaltsames Fest in Visakhapatnam mit klassischem Tanz, Volkstanz und musikalischen Darbietungen. Einige Veranstaltungen finden am Strand statt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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