TRIPURA : Tripura ist kulturell und auch politisch faszinierend; die Palaste und Tempel im Land ziehen einen wachsenden Strom indischer Touristen aus Kolkata an. Verglichen mit der exotischen Pracht rajasthanischer Schlosser kann einem Tripura allerdings wie ein Umweg vorkommen, bei dem wenig geboten wird.

Geschichte : Bevor sich Tripura (Twipra) 1949 Indien anschloss, wurde es jahrhundertelang von seiner eigenen hinduistischen Herrscherdynastie (den Manikyas) regiert, die ihren Sitz zunachst in Udaipur, dann in Old Agartala (Keyerpur) und schlieBlich in Agartala hatte. In den 1880er-Jahren wurde der Maharadscha von Tripura zu einem wichtigen Forderer von Rabindranath Tagore, dem Dichterpilosophen der Bengalischen Renaissance. Nach der Teilung Indiens wurde Tripura von Fluchtlingen aus Ostbengalen ziemlich uberschwemmt, sodass die autochthonen Borok-Tripuri zu einer Minderheit in ihrem eigenen Land wurden. Die Spannungen wuchsen immer weiter, und am Ende kampften Dutzende bewaffnete Gruppen fur oder gegen die Schaffung eines unabhangigen Staates.

Gefahren & Argernisse : Die Gebiete um Agartala, Udaipur und Kailasahar sind prinzipiell sicher.GroBe Instabilitat gibt es im nordlichen und zentralen Tripura. Auf zwei Abschnitten der StraBe von Agartala nach Kailasahar durfen Fahrzeuge nur in bewaffneten Konvois fahren. Angriffe sind selten, kommen aber vor.

Verglichen mit der Schuchternheit anderswo im Nordosten Indiens konnen das offene Anstarren und die leicht gezwungene Gastfreundlichkeit der Leute in Tripura ein wenig lastig wirken. Doch verglichen mit dem benachbarten Bangladesch geht es immer noch recht entspannt zu.


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