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Himachal Pradesh
Himachal Pradesh-gekront durch die schroffen Spitzen des westlichen Himalaja-verkorpert fur Tausende auslandische und indische Traveller Nordindien. Nur wenige Staaten konnen eine ahnliche Vielfalt bieten: hugelige Gebirgsauslaufer, vornehme Hill Stations, tolle Travellerstadte, ruhige Kiefernwalder, endlose Apfelbaumplantagen und die hoch gelegenen Wusten von Lahaul und Spiti, die Schnee sechs Monate im Jahr von der AuBenwelt abschneidet.
Der geheimnisvolle Nimbus der Berge ist Uberwaltigend. Die machtigen Spitzen des Dhaula Dhar, des Pir Panjal und des westlichen Himalajagebirges erheben sich uber Himachal und bilden die Kulisse fur eine ganze Reihe von Abenteuern, von Treks und Rafting bis zu Skifahren und buddhistischer Meditation-denn in den alten Klostern von Lahaul und Spiti und im lebhaften Travellerzentrum Mcleod Ganj, der Heimat des Dalai Lama und der tibetischen Regierung im Exil, bluht die tibetische, buddhistische Kultur.
Shimla im Suden ist die beliebteste Hill Station Indiens. Weiter nordostlich Kinnaur, der Zugang nach Spiti von Osten her und ein beliebtes Ziel fur Bergtouren. Im zentralen Himachal bieten Manali und das Kullu-Tal eine Basis fur Hippies, Flitterwochner und Abenteurer. Und uberall in Himachal sind die Berge ubersat mit Burgen, Festungen, Tempeln and Palasten.
Manali ist der Startpunkt der wichtigsten Uberlandroute nach Ladakh. Die immer beliebter werdende GroBe Himalaja-Rundreise startet in Kaschmir, durchschneidet die Bergtaler von Ladakh, Lahaul und Spiti bis nach Kinnaur und endet mit ein wenig Luxus in Shimla.Sogar die am meisten genutzten Pfade sind nur unbefestigte StraBen zwischen Bergwanden-kein Wunder also, dass Himachal fur die meisten der beliebteste Staat im Norden ist.
Geschichte: Die alten Handelsrouten beherrschen die Geschichte von Himachal Pradesh. GroBe Teile des nordlichen Himachal wurden im 10.Jh. von Tibet erobert, und die buddhistische Kultur dominiert noch immer die Bergwusten von Lahaul und Spiti. Die zuganglicheren Regionen im Suden des Staates wurden von einer Gruppe von Radschas, Ramas und thakurs (Konigen) untereinander aufgeteilt. Dadurch entstand ein Flickenteppich winziger Staaten mit Kangra, Kullu und Chamba an der Spitze.
Im fruhen 19. Jh. kamen Sikh-Radschas hierher und unterwarfen die Region.Sie unterzeichneten Vertrage mit den Briten, um ihre Macht zu festigen. Die ersten Westler in diesem Gebiet waren jesuitische Missionare auf der Suche nach dem legendaren Reich des Priesterkonigs Johannes-ein mythisches, christliches Konigreich irgendwo mitten in Asien. Interessanterweise gibt es bis heute in Nordindien mehrere arische Stamme, z.B. die Kinnauri im ostlichen Himachal. Die meisten folgen heute einer Mischung aus Hinduismus und Buddhismus.
Im 19. Jh. begannen die Briten damit, in den Bergen von Shimla, Dalhousie und Dharamsala kleine Stuckchen England zu erschaffen. Shimla wurde dann die Sommerhauptstadt der britischen Gesellschaft in Indien, und fur die Schmalspurbahnen wurde nach Shimla und ins Kangra-Tal ein Weg gebahnt. Von Shimla aus vergroBerten die Briten langsam ihren Einfluss.
Der Bundesstaat Himachal Pradesh entstand nach der Unabhangigkeit 1948, als man viele Dorfer vom Feudalsystem befreite. 1966 kamen die Distrikte, die vom Punjab aus verwaltet wurden, dazu-dar-unter Kangra, Kullu,Lahaul und Spiti. Die volle Souveranitat war dann 1971 erreicht. Weil es anfangs von der Zentralregierung vernachlassigt wurde, hat sich Himachal selbst als Kraftwerk Indiens neu erschaffen: Seine riesigen Wasserkraftwerke versorgen das halbe Land mit Strom.
